Im Nachfolgenden finden Sie ein Glossar der wichtigsten Begriffe rund um das Thema Brandschutz, angefangen bei Abhängungen von Decken bis hin zu Wasserlöschanlagen.

Ansaugrauchmelder   ◊  Brandschutztüren   ◊  Brandvermeidungssysteme   ◊    Brandwände   ◊    Feuerschutzabschluss   ◊   Sprinkler-Anlagen   ◊    Wasser-Löschanlagen

 

Anstriche / Beschichtungen im vorbeugenen Brandschutz

Brandschutzbeschichtungen
Brandschutzbeschichtungen
Brandschutzcoating
Brandschutzcoating
Brandschutzcoating
Brandschutzfarben
Brandschutzfarben
Brandschutzfarben
Brandschutzlacke
Brandschutzlacke

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Abdichtungen / Abschottungen

Brandschutzkissen
Brandschutzmatten
Brandschutzmörtel
Brandschutzspachtelmasse
Fugenabdichtungen
Kabelabschottungen
Kabelbandagen
Kombiabschottungen
Löschwasserschotts
Rohrabschottungen

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Brandvermeidungssysteme

Brandvermeidungssysteme oder Sauerstoffreduzierungsanlagen verschiedener Hersteller funktionieren im Prinzip alle nach dem gleichen Prinzip: Dauerhaft durch permanent kontrollierte Zuführung oder bedarfsgesteuert wird der Anteil von Sauerstoff in der Umgebungsluft des jeweiligen Schutzbereiches durch die Zufuhr von Stickstoff abgesenkt. Ein Brand kann erst ab einer gewissen Sauerstoffsättigung entstehen. Durch den hohen Anteil an Stickstoff entsteht praktisch eine "brandsichere“ Atmosphäre, da gar kein Feuer entstehen kann. Wird eine Reduzierung des Sauerstoffgehaltes durch ein aktives Brandvermeidungssystem auf unter Konzentration bei 5 Vol.-% gehalten, können sogar Explosionen verhindert werden. Die Erzeugung von Stickstoff erfolgt über einen Stickstoffgenerator oder über Brennstoffzellen, deren Ablauf natürgemäß einen hohen Stickstoffanteil aufweist.  Die Verwendung von Stickstoff garantiert die präventive Verhinderung eines Brandherdes ohne Rückstände.

BS Plan & Konzept berät Sie kompetent zum Einsatz des bei Ihnen passenden aktiven Brandvermeidungssystem oder einer Sauerstoffreduzierungsanlage. Wenn klassische Löschsysteme aufgrund der Infrastruktur nicht eingesetzt werden können, ergänzt ein aktives Brandvermeidungssystem die technischen Möglichkeiten im Brandschutz. Durch eigene Weiterbildung habe ich mich mit den Brandvermeidungssystemen namhafter Hersteller auseinandergesetzt und kenne die Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme.

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Entrauchung / Lüftung

Brandschutzklappen
Brandschutzventile
Entrauchungsventilatoren
Lichtkuppeln/Lichtbänder
Rauch-/ Wärmeabzugsanlagen, maschinell(MRA)
Rauch-/ Wärmeabzugsanlagen, natürlich (NRA)
Rauchbarrieren
Rauchschutz-Druck-Anlagen (RDA)

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Fenstertechnik / Glas

Brand- /Rauchschutzverglasungen
Brandschutzfenster
Brandschutzrollos

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Flucht- / Rettungssysteme

Beschilderung
Feststellanlagen
Feuerleitern
Feuerwehrpläne
Feuerwehrschlüsselkästen
Flucht-/ Rettungspläne
Rettungsrutschen

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Funktionserhalt

Brandschutzeinbaugehäuse
Brandschutzgehäuse
Brandschutzkanäle
Brandschutzschränke
Sicherheitskabel
Verlege- und Tragsysteme

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Stationäre Löschtechnik

Gaslöschanlagen
Löschanschlüsse
Löschgeräte
Löschwasserbehälter
Schaumlöschanlagen

Sprinkleranlagen

Einem bvfa-Brandbericht (Bundesverbandes Technischer Brandschutz e.V.) zufolge waren in 2012 bei über 80% der Sprinklereinsätze maximal vier Sprinkler für den Löscherfolg ausreichend, der Brandbekämpfungsbericht für 2013 geht in 70% der Brandfälle in der Löschstatistik vom Einsatz von sogar nur 1 - 2 Sprinklern aus. Dies liegt sicherlich mit daran, dass moderne Sprinkler-Anlagen gleich eine ganze Reihe von Funktionen vereinen und extrem zuverlässig arbeiten:

  • Branderkennung
  • Ausführen von Löschmasßnahmen
  • Alarmierung interner Rettungskräfte
  • Alarmierung externe Rettungskräfte
  • Löschmaßnahme nur in den Sektionen, in denen es brennt
  • Kontrolle der Löschmenge
  • Verwendung nur notwendiger Löschmenge zur Brandbekämpfung
  • hohe Zuverlässigkeit (98%)


Sprühwasser-Löschanlagen
Wassernebel-Löschanlagen

Wasserlöschanlagen

Wasserlösch-Anlagen ist der Oberbegriff für verschiedene stationäre Anlagen, die als Löschmittel Wasser verwenden: Schaumlösch-Anlagen, Sprinkler-Anlagen, Sprühwasser-Löschanlagen und Wassernebel-Löschanlagen. Das Gros der in Deutschland eingesetzten stationären Löschanlagen entfält dabei auf Spinkler-Anlagen, die sehr effektiv bei der Brandbekämpfung sind.

 

Treppen/Ausstiege

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Türen / Tore / Vorhänge

Brandschutztore

siehe Feuerschutzabschluss

Brandschutztüren

Feuertüren - auch als Feuerschutztüren bezeichnet -  Rauchschutztüren, Feuerklappen oder allgemein Feuerschutzabschlüsse (FSA) sollten geprüft und bauaufsichtlich zugelassenen sein. Auf dem Markt exisitieren unterschiedliche Ausführungen in Aluminium, Stahl und Holz, die rauchdicht sind (Zusatzbezeichnung RS) oder mit Schleifdichtungen bzw. absenkbaren Bodendichtungen versehen sein können. Die Einteilung nach DIN 4102-5 für Feuerschutztüren erfolgt gemäß der Widerstandsdauer gegen Feuer in Minuten:

Feuerwiderstands-
klasse
Feuerwiderstandsdauer
T30 bis 30 Minuten
T60 bis 60 Minuten
T90 bis 90 Minuten
T120 bis 120 Minuten

Feuerschutztüren, die zusätzlich zur Feuerwiderstandsklasse T30, T60, T90, T120 noch die Bezeichnung RS aufweisen (z.B. T30 RS), zeigen gegenüber den normalen Brandschutztüren zusätzliche Rauchdichtigkeit an.

siehe auch Feuerschutzabschluss


Brandschutzvorhänge


Feuerschutzabschluss

Ein Feuerschutzabschluss hat die Aufgabe, Öffnungen in klassifizierten Wänden gegen den Durchtritt von Feuer zu sichern. In der Regel sind dies selbstschließende Türen oder auch andere selbsttätig schließende Abschlüsse wie Klappen, Rolladen, Tore, die verhindern sollen, dass sich Feuer ungehindert durch Öffnungen in Wänder und Decken verbreitet. Die Anforderungen an Feuerschutzabschlüsse werden in der DIN 4102-5 (D)  geregelt. Die Zertifizierung von Feuerschutzabschlüssen erfolgt durch Zulassungen des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Seit dem 1. September 2016 löst die europäische Produktnorm EN 16034 "Fenster, Türen und Tore - mit Feuer- und / oder Rauchschutzeigenschaften" das nationale Zertifizierungsverfahren ab. Das Verfahren der CE-Kennzeichnung auf Basis eines Klassifizierungsberichtes ersetzt dann die Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung (abZ) für Feuerschutzabschlüsse.
Feuerschutzabschlüsse sind immer selbstschließend und dürfen nicht verkeilt, verstellt oder festgebunden werden. Teilweise verfügen Feuerschutzabschlüsse deshalb über Feststellanlagen, welche die Feuerschutzabschlüsse offen halten. Über Rauchschalter gesteuert, werden diese Feuerschutzabschlüsse beim Auftreten von Rauch automatisch geschlossen.

Feuerwehrtore
Förderanlagenabschlüsse
Rauchschutztore
Rauchschutztüren
Rauchschutzvorhänge

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Warn-/Meldesysteme

Beschallungssysteme
Brand-/Feuermelder


Brandmeldesysteme

Brandmeldeanlage


Brandmeldesysteme, mobile
Brandmeldezentralen
Rauchmelder

Sondermelder (z.B. Rauchansaugsystem, Ansaugrauchmelder)

Ein Ansaugrauchmelder (Abkürzung: ARM, vor 2009 auch Rauchansaugsystem bzw. RAS) ist Teil eines Brandmeldesystems und besteht mindestens aus einer Auswerteeinheit mit einem oder zwei Detektoren für die Brandkenngröße Rauch, dem Ansaugrohr und den Ansaugöffnungen. Zusätzlich kann noch Zubehör wie Filter, Kondensatabscheider, Rohrreinigungssysteme etc. eingesetzt werden, wenn es für den jeweiligen Ansaugrauchmelder zugelassen ist.

Systematik eines Ansaugrauchmelder bzw. Rauchansaugsystem
Systematik eines Ansaugrauchmelder bzw. Rauchansaugsystem
Funktion des Gesamtsystems: Ein Ventilator oder eine Vakuumpumpe saugt permanent über Ansaugrohre Luftproben aus dem Überwachungsbereich zur Auswerteeinheit des Ansaugrauchmelders. Ein Detektor prüft die Luftproben auf darin enthaltene Mengen von Rauch. Übersteigt die gemessene Rauchkonzentration einen festgelegten Wert so löst das System Brandalarm aus.

Aufbau Ansaugrauchmelder: Bereits die als Rauchansaugsysteme bezeichneten, aber auch die modernen Ansaugrauchmelder, sind modular aufgebaut:

  • Ansauglüfter bzw. –pumpe,
  • eine Hauptplatine,
  • die Luftstromsensorik sowie
  • Detektoren zur Erkennung von Rauch.

    Seit Juli 2009 werden Ansaugrauchmeldesysteme nach der europäischen Produktnorm zur Prüfung von Ansaugrauchmeldern EN 54-20 (PDF-Download) geprüft. Die europaweit verbindliche Norm für das Inverkehrsbringen von Rauchansaugsystemen soll mehr Transparenz hinsichtlich der Empfindlichkeit des Brandmelders bringen. Die EN 54-20 enthält aber auch Definitionen zur Planung (Detektions-Klassifizierung A (sehr hohe Empfindlichkeit), B (erhöhte Empfindlichkeit) und Sensibilitätsklasse C (normale Empfindlichkeit)) und die Festlegung der Prüfnorm für die Rohrsysteme DIN 61386-1; Klasse 1131.

Aufbau Detektor(en): Je nach Hersteller werden entweder unterschiedlich sensible Detektoren eingesetzt oder mittels Software bzw. Schaltern die Empfindlichkeit anwendungsbezogen eingestellt.. Bei den meisten Detektoren der Ansaugrauchmelder wird  mit Hilfe einer LED oder einem Laser als Lichtquelle  ein optischer Streulichtmelder realisiert. Mehrere Auswertestufen und eine Frühwarnung durch einstellbare Voralarm-Schwellen erhöhen die Detektionssicherheit und ermöglichen gestufte Alarmkonzepte für die jeweilige Anwendung.

Ansaugrohr/Zubehör: Als Ansaugrohr-Leitungen müssen Rohre mit einer Prüfung nach EN 61386-1, Klasse 1131 (siehe EN54-20) verwendet werden. Meistens bietet der Hersteller eine Auswahl mit allem Zubehör wie z.B. spezielle Ansaugstellen, Muffen, T-Stücke, Endkappen, Klebstoffe usw. an. Diese Ansaugrohre können mit unterschiedlichen Formen (als gerades I-förmiges Rohr, U-förmig mit zwei Abzweigungen, oder auch M-förmig mit drei Rohrzweigen uvm.) ausgeführt werden, um sie der Geometrie des Überwachungsbereichs optimal anzupassen. 
Die Anschlussmöglichkeiten (Anzahl, Rohrdurchmesser/-längen) der Ansaugrohre an den Ansaugmelder sind herstellerbedingt sehr unterschiedlich.
 Ein besonderer Vorteil von Ansaugrauchmeldern ist hierbei durch den Einsatz von Zubehör die Luft durch Filter zu reinigen oder zu entfeuchten; dieses ermöglicht den Einsatz in schwierigen Umgebungsbedingungen und maximiert die Lebensdauer des Ansaugrauchmelders. Darüber hinaus kann das Rohrsystem selbst durch Druckluft oder aussaugen (bei trockenem Staub) innen gereinigt werden. In Deutschland wird die Projektierung der Ansaugpunkte gemäß den Vorschriften VdS 2095 (Richtlinie für automatische Brandmeldeanlage) oder der DIN VDE 0833-2 vorgenommen und die dort in Tabelle 2 definierten Werte für die Überwachungsfläche je Ansaugpunkt genutzt. Ein Ansaugpunkt wird dabei wie ein punktförmiger Rauchmelder behandelt.

Ein Ansaugrauchmelder mit einem Detektor oder mit einer gemeinsamen Luftführung mehrerer Detektorkammern kann bis zu 1.600m² überwachen. 
Die Projektierungen des Gesamtsystems (Ansaugrauchmelder, Zubehör und Ansaugrohr) werden in Abhängigkeit der Empfindlichkeit gemäß den in der EN 54-20 definierten Sensibilitätsklassen A , B und C individuell auf die Anforderungen des Projektes angepasst. Dabei gilt:

Klasse Sensibilität Anwendungsbereich
A sehr hohe Empfindlichkeit Frühestmögliche Warnung bei Rauchentwicklung in betriebsentscheidenden, gefahrenträchtigen Umgebungen. Häufig auch in Bereichen mit Klimaanlagen, die eine hohe Luftverdünnung aufweisen. Beispiele: Rechenzentrum, Serverraum, Reinstraum-Umgebungen
B erhöhte Empfindlichkeit Sehr frühe Branderkennung für Umgebungen mit geschäftsentscheidenden Prozessen oder Lagerflächen mit wertvollen Gütern .
C normale Empfindlichkeit Für normale Räumlichkeiten mit allgemeinen Brandschutzanforderungen oder für unzugängliche Bereiche.

Tabelle mit Detektionsklassifizierung für Ansaugrauchmelder nach DIN EN 54-20

Anwendungen: Ansaugrauchmelder haben einen festen Platz in der Überwachung vieler Bereiche gefunden. Diese reichen von Tiefkühllagern bis hin zur Saunaüberwachung und von Reinsträumen für die Chipproduktion/Laboren bis hin zur staubigen Recyclinganlage mit hoher Luftfeuchtigkeit. Weitere Applikationen für Ansaugrauchmelder: Rechenzentren / Serverräume (EDV-Raum- und Objektüberwachung), große offene Hallen (Messe, Bahnhöfe, Bahn- und Flugzeugwartungshallen uvm.) Flughäfen, Elektroschränke, Hochregallager, Zwischen- und Hohlböden, Krankenhäusern, Aufzugs-/Kabelschächte, Transfomatorräume sowie im Kulturgüterschutz und überall dort, wo die Ästhetik (keine sichtbaren Melder) eine große Rolle spielt, z.B. in Museen, Kirchen, Schlössern, usw.
© Felix Heck, Business Development Manager FAAST, Honeywell

 

Sprachalarmanlagen

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Wände / Fassaden 

Abhängungen
Befestigungen
Brand- /Rauchschürzen
Brandschutzdämmung
Brandschutzplatten
Brandschutzputz
Brandschutzunterdecken
Brandschutzverkleidungen

Brandwände

Brandwände müssen als raumabschließende Bauteile zum  Abschluss von Gebäuden (Gebäudeabschlusswand) oder zur Unterteilung von Gebäuden in Brandabschnitte (innere Brandwand) ausreichend lang die Brandausbreitung auf andere Gebäude oder Brandabschnitte verhindern.

Decken / Unterdecken
Rohrdurchführungen

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Werkzeuge / Geräte